Tratak im Herbst – gut für trockene Büroaugen

Veränderung steht an! Der Sommer ist schon eine Weile Vergangenheit, auch die warmen Herbsttage für dieses Jahr sind gezählt und die Natur wandelt sich. Frühling und Herbst sind die Jahreszeiten, die zwischen den zwei Extremen Sommer und Winter liegen. Ähnlich einer Sinuswelle stellen Sie Ihre Nulldurchläufe dar. Wir vernehmen, wie der Winter das Ende des Abbauprozesses ist und der Sommer der Höhepunkt im Jahreszyklus, wenn wir Vitalität und Vielfalt dabei als Kriterium unterstellen.

Kältere und feuchtere Tage begleiten uns und künden vom kommenden Winter. Wer die Schönheit des Wandels als Wesen der Schöpfung lieben lernt, kann sich diesem Wechsel mit Freude hingeben. So ist ein Waldspaziergang dieser Tage Luxus für unsere Lungen, die Entgiftungsorgane Leber und Niere aber auch für die geplagten trockenen „Büroaugen“.

Für sie gibt es eine gute Übung im Yoga – sie heißt Tratak und ist eine yogische Reinigungsprozedur für die Augen. Man suche sich im Sitzen oder Stehen einen Punkt in der Natur mit einer Entfernung von ca. 60cm – bis 2 Meter aus. Gut macht sich etwas Unbewegliches wie eine Blüte oder ein farbenfrohes Blatt. Dann reiße man die Augen für 1 bis 5 Minuten weit auf, ohne einen Liedschlag zu tätigen und starre das Objekt an. Die Augen werden dann nach einer Weile zuerst noch trockener. Dies regt einen alten Reflex der Augen an – die Produktion von Tränenflüssigkeit. Nun wiederstehe man dem Lidschlagreflex – das ist übrigens das Schwere an der Übung – und das Tränenwasser versucht umso mehr, die Tränenkanäle zu verlassen. Nach einer Weile, das ist individuell, werden die Augen beginnen zu tränen. Dann kann man die Augen langsam schließen oder tränender Weise weiter schauen, bis es dann eben reicht. Man spüre dann tief in sich und vor allem die Augen hinein. Wer will, wiederhole diese Übungen mit einigem Abstand ein zweites oder drittes Mal. Man wird merken, dass der erste Versuch, der schwierigste ist und es immer leichter wird, diese Übung auszuführen. Als Ausgleich empfiehlt es sich, Augenkreisen und Blickrichtungswechsel z.B. links, rechts, links, rechts … oder hoch, runter, hoch, runter auszuführen. Viel Freude und Entspannung beim Üben von Tratak.

Von | 2018-05-24T12:05:35+00:00 September 20th, 2017|Das trockene Auge, Philosophisches, Yoga|0 Kommentare

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